Klimakatastrophe

Klimanotstands-Zentrum Jena am 1. Mai 2026

Auch dieses Jahr beteiligten wir uns mit einem Stand an den 1.Mai-Veranstaltungen in Jena.

Wir haben uns aus diesem mit dem Problem von übermäßiger Hitze auf Arbeitstellen beschäftigt. Wir stellten dazu eine Waage auf, bei der die Beteiligten die Frage beantworten sollten, ob sie denken, dass es für Arbeitsplätze bei großer Hitze auch „Hitzefrei“ gibt. Das Ergebnis war uneindeutig:

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HITZENOTSTAND AUF ARBEIT?!

Ein Informationsmaterial des Klimanotstands-Zentrums Jena
zum 1. Mai 2026

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Unsere Arbeitsbedingungen beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit stark. Als Beschäftigte können wir diese Bedingungen nur begrenzt ändern. Viele arbeiten noch in Gebäuden ohne Hitzeschutz.
Aber wir müssen nicht alles ertragen. Hitzeschutz ist Arbeitsschutz. Das umfasst neben dem eigenen Verhalten (mehr trinken, passend kleiden, morgens lüften) auch betriebliche Maßnahmen. Nach §4 des Arbeitsschutzgesetzes muss der Arbeitgeber die Arbeit so gestalten, dass Gefahren für Leben und Gesundheit vermieden oder minimiert werden.

WETTEREXTREME NEHMEN ZU

Wir spüren es mittlerweile häufig direkt: Das Klima verändert sich und führt zu mehr Extremwetterereignissen. Kinder, die jetzt geboren werden, werden ungefähr doppelt so viele Waldbrände, drei Mal so viele Überschwemmungen und Ernteausfälle und sieben Mal so viele Hitzewellen erleben wie ihre Großeltern. [4]
In Deutschland ist Hitze mit 98,4% die Hauptursache für Todesfälle durch Extremwetter: 2000–2023 starben 17.534 Menschen aufgrund von Hitze. [3] In Jena stieg die Anzahl der sogenannten Heißen Tage (über 30°C) von 6 pro Jahr (1961–1990) auf 10 pro Jahr (1991–2020). [3, S. 15] Bis 2050 werden 16 und bis 2100 werden 44 Heiße Tage pro Jahr erwartet.

GESUNDHEITSRISIKEN DURCH HITZE
Hitze wirkt direkt auf unseren Körper: Sie kann zu Flüssigkeitsmangel, Hitzekrämpfen, Erschöpfung, Bewusstlosigkeit oder einem potentiell tödlichen Hitzschlag führen. Auch durch Insekten übertragene Krankheiten nehmen zu.


Die Grenzen der Anpassung gibt der menschliche Körper vor: Das Herz-
Kreislauf-System, die Nieren und Harnwege sowie das Gehirn, die Nerven und Muskeln sind empfindlich gegenüber zu hohen Temperaturen. Besonders gefährdet sind Beschäftigte mit Vorerkrankungen (z. B. Bluthochdruck), höheren Alters oder denen nächtliche Kühlung fehlt. Hitze wirkt sich auch auf die psychische Gesundheit negativ aus und hat indirekte Folgen wie eine höhere Unfallgefahr.

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Hitzeaktionsplan Jena

In Jena gibt es inzwischen einen Hitzeaktionsplan. „Die Stadt Jena ist innerhalb Thüringens am stärksten von der Zunahme der Anzahl Heißer Tage und Wärmebelastung betroffen“, so steht es darin. Viele… Weiterlesen »Hitzeaktionsplan Jena

Pilze im Klimawandel

Die zweite Veranstaltung, die das Klimanotstands-Zentrum in der diesjährigen Projektwoche des Eine-Welt-Hauses verantwortete, war eine Veranstaltung über die Rolle von Pilzen in Ökosystemen und die Veränderungen in den Klimaveränderungen. Der… Weiterlesen »Pilze im Klimawandel